Der Zweck des Projektes Grawa-Observatorium ist die Materialisierung des Bedürfnisses, die Natur mit allen Sinnen zu spüren. Neben seiner Funktion als Tribüne zur Beobachtung des Wasserfalles ist das Observatorium vor allem Ruhezone mit therapeutischem Mehrwert. 
Damit dieses Angebot möglichst Vielen zugänglich ist, wurde die Erschließung kinderwagen- und rollstuhlgerecht konzipiert.
Die Gestaltung des Projektes ordnet sich der Erhabenheit des Wasserfalles unter. Sie ist Ausdruck einer Mentalität, deren oberstes Gebot die Wertschätzung der Natur ist. Die wellenförmigen Sedimentsablagerungen von Gletschermoränen sind
Inspiration für die treppenförmig aufgebauten Liegezonen des Observatoriums. Es fügt sich organisch in die Landschaft ein und ist Symbol für einen Ort an dem Naturgewalten zur Ruhe kommen und damit Kontrast zum spektakulär herabstürzenden Gletscherwasser und zum oft übersprudelnden Alltag.
Die beiden Zugänge des Observatoriums öffnen sich in Richtung einer vorgelagerten Freifläche, die einerseits Abstand zu den Liegebereichen schafft, andererseits Platz zur Integration von Informationstafeln bietet. Die vier Kaskaden, deren
Höhenunterschied der klassischen Sitzhöhe von 45cm entsprechen, werden über eine Rampe im Osten und eine gestalterisch integrierte Treppenanlage im Westen erschlossen. Auf der obersten Ebene - 180cm über dem Zugangsniveau - wird bewusst auf weitere Liegeplätze verzichtet, um einen reibungslosen Besucherstrom zu gewährleisten. Für einen bestmöglichen Ausblick bei gleichzeitiger Wahrung eines Geborgenheitsgefühles, enden die vollflächigen Brüstungen auf einer Höhe von 65 cm über dem Standniveau. Darüber dient ein filigranes Stahlgeländer als Absturzsicherung.
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